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KI kann jeder? Warum diese Annahme Unternehmen teuer zu stehen kommen kann - Im Interview mit Patrick Thoma, Managing Director bei scieneers GmbH

KI kann jeder? Warum diese Annahme Unternehmen teuer zu stehen kommen kann - Im Interview mit Patrick Thoma, Managing Director bei scieneers GmbH

News 19. August 2026

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – doch zwischen beeindruckenden Demos und echtem Unternehmenserfolg liegen oft Welten. Warum scheitern so viele KI- und Datenprojekte trotz großer Investitionen? Welche Rolle spielen eine leistungsfähige Daten- und Cloud-Architektur, die richtige Unternehmenskultur und ein realistischer Blick auf die Möglichkeiten von KI?

Diesen und weiteren spannenden Fragen widmen wir uns in einem exklusiven Interview mit Patrick Thoma, Mitgründer und CEO der scieneers GmbH. Als Wirtschaftsingenieur mit langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Business und IT verfolgt er eine klare Mission: Unternehmen dabei zu unterstützen, aus Daten und Künstlicher Intelligenz messbaren Geschäftswert zu schaffen – pragmatisch, sicher und produktionsreif statt als kurzfristigen Hype.

Im Gespräch erklärt Patrick Thoma, warum die vermeintliche Einfachheit moderner KI-Lösungen häufig zur „Self-Service-Illusion“ wird, weshalb Datenqualität und Governance entscheidend für den Erfolg sind und warum ohne ein solides Cloud- und Datenfundament selbst die beste Analytics-Lösung scheitern kann. Darüber hinaus spricht er über die Bedeutung agiler Arbeitsweisen, den kulturellen Wandel in Unternehmen und darüber, weshalb Technologie allein noch keine Innovation schafft.

Freuen Sie sich auf spannende Einblicke aus der Praxis, klare Positionen zu aktuellen KI-Trends und wertvolle Impulse für Entscheider, die Digitalisierung nicht nur diskutieren, sondern erfolgreich umsetzen möchten. Ein Interview über Daten, Innovation, Unternehmenskultur – und darüber, wie aus Visionen nachhaltige Wettbewerbsvorteile entstehen.

Silicon Valley Europe: Herr Thoma, Künstliche Intelligenz ist derzeit eines der meistdiskutierten Themen in der Wirtschaft. Viele Unternehmen investieren in KI-Projekte, doch nicht alle erzielen den gewünschten Erfolg. Warum ist das so, und was unterscheidet Unternehmen, die mit Daten und KI tatsächlich messbaren Geschäftswert schaffen?

Patrick Thoma: Viele Unternehmen starten bei KI mit der Technologie und nicht mit dem Geschäftsnutzen. Dann entstehen spannende Demos, aber keine Lösung, die wirklich in Prozesse, Verantwortlichkeiten und Systeme eingebettet ist. Erfolgreich sind die Unternehmen, die mit einer klaren Fragestellung starten: Welches konkrete Problem lösen wir, welchen Mehrwert schaffen wir, und wie messen wir diesen? Wenn Datenqualität, Fachbereich und Umsetzung von Anfang an zusammenspielen, entsteht echter Geschäftswert – nicht nur Aufmerksamkeit.

Silicon Valley Europe: Sie sprechen häufig davon, dass Unternehmen den Schritt von der „Spielerei“ zur produktiven Nutzung von KI schaffen müssen. Was bedeutet das konkret, und welche typischen Fehler beobachten Sie dabei in der Praxis?

Patrick Thoma: Produktive Nutzung heißt: Eine Lösung läuft stabil, wird von Menschen tatsächlich genutzt, ist in Prozesse integriert und liefert verlässlich Ergebnisse. Der typische Fehler ist, dass Unternehmen sich von einer beeindruckenden Demo blenden lassen und die letzten 20 Prozent unterschätzen – also Datenintegration, Qualitätssicherung, Governance, Betrieb und Change. Genau dort entscheidet sich, ob aus einem Prototyp ein Produkt wird.

Silicon Valley Europe: Daten gelten als das Fundament jeder erfolgreichen KI-Strategie. Welche Rolle spielen skalierbare Cloud- und Datenarchitekturen, und warum scheitern viele Analytics- und KI-Initiativen bereits an diesem Fundament?

Patrick Thoma: Wie Sie sagen: sie sind das Fundament. Wenn Daten in Silos liegen, Pipelines instabil sind oder Verantwortlichkeiten unklar bleiben, scheitern Analytics- und KI-Initiativen fast zwangsläufig. Eine skalierbare Architektur sorgt dafür, dass Daten verfügbar, konsistent und sicher nutzbar sind. Erst dann kann KI ihr Potenzial wirklich entfalten.

Silicon Valley Europe: Mit scieneers begleiten Sie Unternehmen beim Aufbau moderner Datenplattformen. Wie gelingt es Ihnen, die Brücke zwischen technischer Exzellenz und den konkreten Anforderungen des Business zu schlagen?

Patrick Thoma:

Wir starten nicht mit Tools, sondern mit Zielen. Wir schauen uns an, was fachlich erreicht werden soll, und bauen die technische Lösung so, dass sie dazu passt – pragmatisch, sauber und produktionsreif. Unsere Stärke liegt genau in dieser Verbindung: Wir verstehen die Business-Seite, haben aber gleichzeitig die technische Tiefe, um Datenplattformen, Analytics und KI belastbar umzusetzen.

Silicon Valley Europe: In vielen Unternehmen herrscht die Vorstellung, dass moderne KI-Tools nahezu im Self-Service genutzt werden können. Sie sprechen hingegen von einer „Self-Service-Illusion“. Was meinen Sie damit, und welche Risiken entstehen dadurch für Unternehmen?

Patrick Thoma: Moderne KI wirkt oft so, als könne sie jeder sofort sicher und produktiv einsetzen. Das ist die Illusion. Der Einstieg ist leicht, aber verlässliche Ergebnisse im Unternehmenskontext sind deutlich anspruchsvoller. Ohne saubere Daten, klare Leitplanken, fachliche Kontrolle und technisches Verständnis entstehen schnell falsche Antworten, Sicherheitsrisiken oder eine trügerische Scheinsicherheit. KI demokratisiert viel – aber Verantwortung und Qualität lassen sich nicht wegklicken.

Silicon Valley Europe: Themen wie Datenqualität, Governance und Sicherheit gewinnen im KI-Zeitalter immer mehr an Bedeutung. Welche Voraussetzungen müssen Unternehmen schaffen, um Halluzinationen, Fehlentscheidungen oder sogar Missbrauch von KI-Systemen wirksam zu verhindern?

Patrick Thoma: Man braucht mehrere Ebenen von Absicherung. Erstens: saubere Daten und klare Zuständigkeiten. Zweitens: Governance, also Regeln für Zugriff, Nutzung, Freigaben und Qualität. Drittens: technische Mechanismen wie Evaluierung, Monitoring, Guardrails und Human-in-the-Loop. Und viertens: ein realistisches Verständnis dafür, was KI kann – und was eben nicht. Wer KI produktiv einsetzen will, muss sie führen, nicht nur einschalten.

Silicon Valley Europe: Digitalisierung ist weit mehr als Technologie. Welche Bedeutung haben Unternehmenskultur, Agilität und das richtige Mindset, wenn datengetriebene Innovationen langfristig erfolgreich sein sollen?

Patrick Thoma: Eine große. Technologie kann viel ermöglichen, aber sie verändert keine Organisation von allein. Datengetriebene Innovation funktioniert dann nachhaltig, wenn Teams Verantwortung übernehmen, interdisziplinär zusammenarbeiten und bereit sind, iterativ zu lernen. Agilität heißt für mich nicht Methodenromantik, sondern die Fähigkeit, schnell zu lernen, sauber zu priorisieren und Fortschritt messbar zu machen.

Silicon Valley Europe: Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Mitarbeitenden auf diesem Weg mitzunehmen. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt, und welche Empfehlungen geben Sie Führungskräften für einen erfolgreichen kulturellen Wandel?

Patrick Thoma: Indem man sie nicht mit Buzzwords überrollt, sondern mitnimmt. Menschen wollen verstehen, warum sich etwas verändert, was das für ihre Arbeit bedeutet und wie sie selbst davon profitieren. Führungskräfte sollten Orientierung geben, Beteiligung ermöglichen und Raum für Lernen schaffen. Wer kulturellen Wandel nur verordnet, bekommt Widerstand. Wer ihn verständlich macht und vorlebt, bekommt Bewegung.

Silicon Valley Europe: Die scieneers GmbH hebt sich bewusst von Standardlösungen ab und setzt auf individuelle, maßgeschneiderte Ansätze. Was macht die DNA Ihres Unternehmens aus, und warum entscheiden sich Kunden gerade für scieneers?

Patrick Thoma: Unsere DNA ist Maßarbeit statt Standardbrei. Wir kombinieren echte technische Tiefe mit Pragmatismus und einem sehr partnerschaftlichen Arbeitsstil. Wir wollen keine Folien produzieren, sondern Lösungen, die im Alltag funktionieren. Kunden schätzen an uns, dass wir auf Augenhöhe arbeiten, komplexe Themen verständlich machen und zugleich sehr konsequent in der Umsetzung sind.

Silicon Valley Europe: Auch als Arbeitgeber positioniert sich scieneers mit einem klaren Profil. Was erwartet Talente, die Teil Ihres Teams werden möchten, und welche Eigenschaften sind Ihnen besonders wichtig?

Patrick Thoma: Ein Umfeld mit viel Verantwortung, viel Substanz und wenig Fassade. Wir arbeiten an relevanten Daten- und KI-Themen, mit hohem fachlichem Anspruch und gleichzeitig großem Pragmatismus. Uns sind Menschen wichtig, die neugierig sind, gerne Verantwortung übernehmen, kollaborativ arbeiten und den Anspruch haben, aus guten Ideen auch wirklich gute Lösungen zu machen.

Silicon Valley Europe: Sie bewegen sich nicht nur beruflich auf höchstem Niveau, sondern sind auch leidenschaftlicher Triathlet und Hawaii-Finisher. Welche Erfahrungen aus dem Ausdauersport prägen Ihren Führungsstil und Ihre unternehmerische Denkweise?

Patrick Thoma: Triathlon lehrt einen den Blick für den „sustainable pace“: also für das Tempo, das ambitioniert ist, aber über längere Zeit tragfähig bleibt. Genau das ist auch in der Unternehmensführung entscheidend. Wachstum muss anspruchsvoll sein, darf die Organisation aber nicht überfordern – weder kulturell noch strukturell. Und wie im Sport entsteht Erfolg auch im Unternehmen nicht durch einzelne Highlights, sondern durch Konsequenz, Disziplin und konstant gute Arbeit, besonders in den Kundenprojekten.

Silicon Valley Europe: Abschließend möchten wir den Blick nach vorne richten. Welche Entwicklungen erwarten Sie in den kommenden drei bis fünf Jahren im Bereich Data & AI, und welchen Rat möchten Sie Unternehmen mit auf den Weg geben, die heute die richtigen Weichen für ihre digitale Zukunft stellen möchten?

Patrick Thoma: Wir werden eine deutliche Professionalisierung sehen. KI wird sich von der Experimentierphase stärker in belastbare Geschäftsprozesse bewegen. Themen wie Datenqualität, Governance, Integration und Betrieb werden noch wichtiger, weil genau dort die Spreu sich vom Weizen trennt. Gleichzeitig wird der Druck steigen, KI nicht nur einzusetzen, sondern ihren Wert nachzuweisen. Mein Rat an Unternehmen: klein genug starten, um schnell zu lernen – aber mit einem Fundament, das groß genug ist, um später zu skalieren.

Silicon Valley Europe: Vielen lieben Dank für diese wirklich fundierten Antworten und ihre Zeit.

Warum der Mittelstand die Microsoft-Abhängigkeit jetzt beenden muss - Im Interview mit Jens Weller, CEO der Toplink GmbH

Warum der Mittelstand die Microsoft-Abhängigkeit jetzt beenden muss - Im Interview mit Jens Weller, CEO der Toplink GmbH

News 19. August 2026

Exklusives Interview mit Jens Weller, CEO der Toplink GmbH: Warum der Mittelstand die Microsoft-Abhängigkeit jetzt beenden muss

Die Zeichen im deutschen Mittelstand stehen auf Wandel: Steigende Lizenzgebühren, komplexe Lizenzmodelle und anhaltende Unsicherheiten beim Datenschutz zwingen immer mehr IT-Entscheider dazu, den Status quo globaler Standardplattformen wie Microsoft 365 radikal zu hinterfragen. Doch wie gelingt der Ausstieg aus der Plattformfalle, ohne die Produktivität des eigenen Unternehmens zu gefährden? Welches Potenzial bieten europäische Alternativen für digitale Souveränität, echte Datenkontrolle und kalkulierbare Gesamtkosten?

Genau diesen drängenden Zukunftsfragen gehen wir für Silicon Valley Europe in einem exklusiven Interview auf den Grund. Unser Gesprächspartner ist Jens Weller, Geschäftsführer der toplink GmbH. Als BNetzA-registrierter Teilnehmernetzbetreiber mit jahrzehntelanger Betreiber- und Cloud-Erfahrung spricht er Klartext über die Risiken monopolartiger Ökosysteme und stellt mit der Toplink Office Suite (TOS) einen praxiserprobten, europäischen Gegenentwurf vor. Im Interview erfahren Sie, warum die Umstellung auf eine heimische Cloud-Infrastruktur längst keine reine IT-Frage mehr, sondern eine strategische Führungsaufgabe ist – und wie Unternehmen in vier risikoarmen Stufen ganz ohne Produktivitätsverlust und ohne „Big Bang“ auf eine souveräne Arbeitsumgebung umsteigen können. Freuen Sie sich auf ein packendes Gespräch voller Einblicke, konkreter Zahlen und einer klaren Haltung zur digitalen Zukunft Europas. Das vollständige Interview lesen Sie natürlich hier. 

Silicon Valley Europe: Herr Weller, immer mehr Unternehmen im deutschen Mittelstand hinterfragen ihre Abhängigkeit von US-Hyperscalern. Warum ist das Thema digitale Souveränität gerade jetzt im Jahr 2026 zu einer drängenden Führungsaufgabe geworden und nicht mehr nur eine reine IT-Frage?

Jens Weller: Der digitale Arbeitsplatz steht heute unter neuem Entscheidungsdruck, weil Markt, Regulatorik und KI gleichzeitig aufeinandertreffen. Es geht längst nicht mehr nur um Tools, sondern um strategische Kontrolle, Compliance und wirtschaftliche Planbarkeit. Wer die Kontrolle über seine Unternehmensdaten und KI-Prozesse an globale Plattformen abgibt, begibt sich in Risiken, die direkt die Geschäftsführung betreffen. Souveränität ist daher eine echte Management-Entscheidung.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, viele IT-Leiter klagen über undurchsichtige Bundles, ständige Preisanpassungen und unkalkulierbare Zusatzkosten bei Microsoft 365. Warum geraten etablierte Lizenzmodelle wirtschaftlich zunehmend unter Druck?

Jens Weller: Weil die Einstiegspreise zwar oft attraktiv wirken, mit wachsender Komplexität aber erhebliche Lizenz- und Zusatzkosten entstehen – etwa für erweiterte Security, Backup, Archivierung oder Telefonie. Wenn eine Microsoft-365-Lizenz je nach Tier im Schnitt zwischen 25,71 € und 40,32 € pro User und Monat liegt, zzgl. Aufpreisen für Flexibilität, sprengt das viele IT-Budgets. Eine europäische Lösung wie TOS liegt bei ca. der Hälfte pro User und Monat und bietet volle Kostentransparenz ohne böse Überraschungen.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, toplink hat mit der Toplink Office Suite – TOS – eine europäische Alternative im Markt positioniert. Was unterscheidet TOS grundlegend von den globalen Standardplattformen, wenn es um Datenschutz, Hosting und Kontrolle über Unternehmensdaten geht?

Jens Weller: TOS basiert auf einer klaren europäischen Betriebslogik. Während globale Plattformen oft an internationale Cloud-Modelle gebunden sind und Rechtsunsicherheiten wie den US Cloud Act mit sich bringen, garantieren wir 100 % Datenhoheit im EU-Rechtsraum – inklusive Hosting in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland. Zudem vereinen wir Office, Cloud Collaboration und professionelle PSTN -Kommunikation in einer integrierten, steuerbaren Lösung.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, die größte Sorge vieler Geschäftsführer bei einem Wechsel ist der operative Bruch – Angst vor Datenverlust, Ausfallzeiten oder Akzeptanzproblemen im Team. Wie sieht ein gefahrloser Migrationspfad aus und wie gelingt die schrittweise Transformation ohne einen radikalen „Big Bang“?

Jens Weller: Niemand muss von heute auf morgen den Stecker ziehen. TOS ermöglicht einen beherrschbaren Transformationspfad über vier klare Stufen: Nach der initialen Anbindung an bestehende Verzeichnisstrukturen nutzen Unternehmen einen Hybridbetrieb, in dem M365 und TOS parallel laufen. So können Teams schrittweise überführt werden, ohne dass der Betrieb ins Stocken gerät. Erst wenn Daten und Workflows sauber migriert sind, erfolgt der finale Lizenzwechsel.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, toplink beschreibt TOS nicht als reines Softwareprodukt, sondern betont die eigene Betreiber- und Kommunikationskompetenz. Welches Fundament bringt toplink als BNetzA-registrierter Teilnehmernetzbetreiber mit, um geschäftskritische Infrastrukturen verlässlich zu sichern?

Jens Weller: TOS ist nicht auf dem Reißbrett entstanden, sondern basiert auf über drei Jahrzehnten Betreiber- und Cloud-Praxis. Wir sind seit 1995 im Markt, Pionier im SIP-Trunking, RIPE-Mitglied seit 1997 und BNetzA-registrierter Teilnehmernetzbetreiber mit über 2.300 direkten Peerings. Mehr als 5.000 Businesskunden vertrauen auf unseren 24/7-Service aus Deutschland. TOS steht also auf einem hochsicheren, praxiserprobten Fundament.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, im August sprechen Sie auf der Hessen Digital auch über das Thema Agentische KI. Wie lässt sich die Welle autonomer KI-Systeme mit strengen Anforderungen an Datenschutz, Kontrolle und europäische Governance in Einklang bringen?

Jens Weller: Agentische KI bietet ein enormes Automatisierungspotenzial für Unternehmen und Verwaltung, aber sie verlangt nach strikter Governance. KI braucht Souveränität: Wenn KI-Agenten Aufgaben eigenständig ausführen, müssen die zugrundeliegenden Datenmodelle und Workflows in einem kontrollierten, DSGVO-konformen Rahmen laufen. Mit TOS schaffen wir die Infrastruktur, um KI-Anwendungen sicher und nachvollziehbar in Geschäftsprozesse einzubinden, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen.

Silicon Valley Europe: Herr Weller, zum Abschluss kurz und direkt: Wenn ein mittelständisches Unternehmen heute wissen möchte, wie gut sich die Toplink Office Suite im eigenen Arbeitsalltag anfühlt und wie hoch das konkrete Einsparpotenzial ist – wie einfach ist der erste Schritt zum Testen?

Jens Weller: Es ist denkbar einfach und vollkommen risikofrei. Wir laden jedes Unternehmen dazu ein, TOS in einer unverbindlichen Testumgebung live zu erleben und gemeinsam mit unseren Experten eine individuelle TCO-Analyse durchzuführen. Wer den Live-Test startet, merkt meist nach wenigen Minuten: Souveränes Arbeiten aus Europa ist keine Zukunftsmusik, sondern steht sofort bereit – gewohnt produktiv, deutlich günstiger und mit dem beruhigenden Gefühl vollständiger Datenkontrolle. Machen Sie einfach den Selbsttest!

Silicon Valley Europe: Vielen lieben Dank für Ihre Zeit und das ausführliche Interview rundum das übergeordnete Thema Souveränität.

 

Weitere Informationen zu Toplink GmbH finden Sie hier. 

Der Phönix-Moment: Wie uns ein Silicon Valley Europe Mindset retten kann - oder Europa seine letzte digitale Chance verpasst

Der Phönix-Moment: Wie uns ein Silicon Valley Europe Mindset retten kann - oder Europa seine letzte digitale Chance verpasst

News 09. August 2026

Das Buch analysiert die radikale Transformation des europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems angesichts einer drohenden digitalen Bedeutungslosigkeit. Gefangen in einer "Wüste der Stagnation" zwischen den technologischen Tektonikplatten der USA, Chinas und Indiens droht Europa den Anschluss im globalen Digitalisierungsrennen endgültig zu verlieren.

Der Autor Michael Mattis nutzt die kraftvolle Metapher des "Flugs des Phönix", um aufzuzeigen, dass schrittweise Optimierungen der traditionellen Kernindustrien wie Automobilbau und Maschinenbau nicht mehr ausreichen. Vielmehr steht Europa vor einem existentiellen "Phönix-Moment": dem Mut, aus den Trümmern verkrusteter Strukturen, bürokratischer Lähmung und kultureller Arroganz eine völlig neue digitale Entität zu erschaffen. "Silicon Valley Europe" wird hierbei nicht geografisch verstanden, sondern als kollektive mentale Haltung definiert, die Digitalisierung als strategischen Kern jeder Entscheidung begreift. Neben einer tiefgehenden Untersuchung der Erfolgsrezepte globaler Digitalmächte - vom amerikanischen Plattform-Kapitalismus über Chinas Staatskapitalismus bis hin zur indischen Infrastruktur-Revolution des "India Stack" - liefert das Werk einen radikalen, paneuropäischen Masterplan.

Das Buch bricht mit der Vorstellung nationaler Alleingänge und zeigt auf, wie ein digital souveränes Kontinental-Ökosystem durch die Bündelung der Kompetenzen aller 27 Mitgliedstaaten entstehen kann. Es kombiniert exklusive Experteneinblicke mit visionären politischen und wirtschaftlichen Hebeln. Damit fungiert das Werk als leidenschaftliches politisches Manifest und gleichzeitig als praktischer Leitfaden, um die "German Angst" durch eine mutige Kultur der Tatkraft zu ersetzen.

Details
Buchdaten
  • Auflage: 0
  • Veröffentlichungsdatum: 06.08.2026
  • Coverdesign von: AMC Media Network GmbH & Co. KG
  • Von Michael Mattis
  • (Experten-Interview-Partner): Fabian Vihl, (Experten-Interview-Partner): Alexandra Stefanov, (Experten-Interview-Partner): Matthias Reidans, (Experten-Interview-Partner): Rachid Bansarkhani, (Experten-Interview-Partner): Christian Schachtner, (Experten-Interview-Partner): Anabel Ternès von Hattburg, (Experten-Interview-Partner): Peter van Harten, (Experten-Interview-Partner): Norman Müller
  • Lektorat: Alexandra Marks
  • Sprache: Deutsch
Daten: Softcover
  • ISBN: 978-3-384-92628-9
  • Seiten: 320
  • Maße und Beschnitt: 14,8 x 21 cm
  • Gewicht: 463,1g
  • Produktionszeit: 5 Werktage
Daten: Hardcover
  • ISBN: 978-3-384-92629-6
  • Seiten: 320
  • Maße und Beschnitt: 14,8 x 21 cm
  • Gewicht: 597g
  • Produktionszeit: 6 Werktage
Daten: E-Book
  • ISBN: 978-3-384-92630-2
  • Entspricht 320 Standardseiten
Hörbuch: 
  • Buch-ID: 9780466524661
Ungekürzte Lesung · 11h 35 Min. DE

Dieses Hörbuch wird von einer digitalen Stimme vorgelesen.

Besonders lebendig wird diese Vision durch zahlreiche Experten-Interviews, in denen führende Köpfe die Synergien von KI, Blockchain, Quantencomputing und Mindset beleuchten. Wer hier weiterhin in Silos denkt, riskiert die technologische Kolonialisierung.

Es ist Zeit für das Manifest der Unvernunft: In einer exponentiellen Welt ist „Verrückt“ das neue „Realistisch“. Entweder wir etablieren jetzt ein echtes Silicon Valley Europe Mindset – oder Europa verpasst endgültig seine letzte digitale Chance.

Dieses Buch ist ein fundierter Weckruf und ein Plädoyer für den digitalen Wiederaufstieg Europas.

 

Über den Autor

author-portrait

Mehr über Michael Mattis
Autorenprofil: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Mattis Beruflicher Hintergrund: Diplom-Wirtschaftsingenieur Michael Mattis verfügt über langjährige Erfahrung in leitenden Positionen der Industrie, unter anderem bei Thyssen und Dürr AG.
Seit über 20 Jahren ist er Unternehmer und Geschäftsführer der AMC Media Network GmbH & Co. KG, einer Agentur mit Fokus auf digitale Geschäftsmodelle, Medienproduktion und B2B-Kommunikation.
 
Als Initiator und CEO von Silicon Valley Europe baut er ein europaweites IT- und Innovationsnetzwerk auf, das Unternehmen, Technologieanbieter und Entscheider miteinander verbindet. Darüber hinaus ist er Initiator und Veranstalter etablierter Branchenformate wie des DIGITAL FUTUREcongress und der dikomm- Zukunft digitale Kommune.
 
Expertise zum Thema: Michael Mattis zählt zu den prägenden Netzwerkarchitekten und Impulsgebern für digitale Transformation im europäischen Mittelstand. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen: Digitale Geschäftsmodelle und Plattformstrategien Aufbau von Innovations- und Unternehmensnetzwerken Digitale Souveränität und europäische IT-Infrastruktur Transformation von Unternehmen im Spannungsfeld von Technologie, Mensch und Organisation Durch seine langjährige Arbeit an der Schnittstelle von Wirtschaft, Technologie und Politik verfügt er über einen tiefen Einblick in strukturelle Defizite und Chancen der digitalen Entwicklung Europas.
Warum die KI Ihren Wettbewerber empfiehlt und Ihr Unternehmen nicht: Wie B2B-Sichtbarkeit in ChatGPT & Co. wirklich funktioniert

Warum die KI Ihren Wettbewerber empfiehlt und Ihr Unternehmen nicht: Wie B2B-Sichtbarkeit in ChatGPT & Co. wirklich funktioniert

News 06. August 2026

Ein Einkäufer sucht einen neuen Anbieter. Vor zwei Jahren hätte er „Anbieter für X“ gegoogelt, zehn Ergebnisse überflogen, vier Websites geöffnet. Heute tippt er in ChatGPT: „Wer sind die besten Anbieter für X und worin unterscheiden sie sich?“

Die KI antwortet mit drei Namen. Manchmal fünf. Und mit einem sauber formulierten Vergleich, der klingt, als käme er von einem neutralen Berater.

Wer auf dieser Liste steht, ist im Rennen. Wer nicht draufsteht, existiert für diesen Einkäufer schlicht nicht. Kein Klick, keine zweite Chance, kein „Vielleicht schaue ich später noch nach“. Die Vorauswahl ist gefallen, bevor Ihr Vertrieb überhaupt weiß, dass es einen Bedarf gibt.

Das ist keine Zukunftsmusik. Das passiert gerade, millionenfach, jeden Tag.

Die wichtigste Frage lautet nicht mehr „Ranke ich?“, sondern „Werde ich überhaupt in Betracht gezogen?“

Zwei Jahrzehnte lang drehte sich B2B-Marketing um eine Frage: Wie komme ich bei Google nach oben? Diese Frage ist nicht falsch geworden. Sie ist nur nicht mehr die entscheidende.

Denn immer mehr Kaufentscheidungen beginnen nicht mit einer Liste blauer Links, sondern mit einer fertigen Empfehlung. Die Zahlen dazu sind eindeutig:

  • 94 % der B2B-Entscheider haben 2025 im Kaufprozess ein Sprachmodell wie ChatGPT genutzt – nach 89 % im Jahr davor.
  • 51 % der Software-Käufer starten ihre Recherche inzwischen häufiger mit einem KI-Chatbot als mit Google. Im April 2025 waren es noch 29 %.
  • Der häufigste Anwendungsfall ist nicht die Suche nach Informationen, sondern der direkte Anbietervergleich – „Wer ist besser, A oder B?“.

Für Führungskräfte übersetzt heißt das: Der Wettbewerb um den Kunden wird zunehmend an einem Ort entschieden, an dem Ihr Marketing bisher gar nicht mitspielt. Nicht auf Ihrer Website. Nicht in Ihrem CRM. Sondern in einem Chatfenster, das Sie nie zu Gesicht bekommen.

Wie eine KI entscheidet, wen sie empfiehlt

Ein Sprachmodell „rankt“ nicht. Es hat keine Ergebnisliste, durch die man scrollt. Es synthetisiert eine Antwort. Es baut aus Millionen von Textquellen ein Bild davon, welche Anbieter in einem bestimmten Bereich relevant, glaubwürdig und klar zuzuordnen sind.

Vereinfacht gesagt bevorzugt die KI Unternehmen, über die im Netz ein wiederkehrender, eindeutiger Konsens besteht. Vier Signale zählen dabei besonders:

  • Klarheit der Positionierung. Die KI muss in einem Satz sagen können, wofür Sie stehen. Wer „alles für alle“ macht, ist für eine Maschine schwer einzuordnen und wird deshalb seltener genannt.
  • Erwähnungen durch Dritte. Was andere über Sie schreiben – Fachmedien, Vergleichsportale, Foren, Branchenverzeichnisse – wiegt oft schwerer als Ihre eigene Website. Die KI vertraut dem Chor, nicht dem Solisten.
  • Struktur und Eindeutigkeit der Inhalte. Klar gegliederte, präzise formulierte Inhalte lassen sich maschinell eindeutig zuordnen. Marketing-Prosa, die viel sagt und wenig festlegt, geht unter.
  • Konsistenz über Quellen hinweg. Wenn Ihre Positionierung auf der Website, im LinkedIn-Profil und in einem Fachartikel dieselbe Sprache spricht, verstärkt sich das Signal. Widersprüche schwächen es.

Der entscheidende Punkt für Entscheider: KI-Sichtbarkeit ist kein technischer Trick. Sie ist die maschinenlesbare Spiegelung Ihrer Marktposition. Ein Modell empfiehlt Sie, wenn das Netz sich über Sie einig ist.

Warum Ihr Google-Ranking Sie in der KI nicht rettet

Der teuerste Denkfehler im B2B-Marketing gerade lautet: „Wir stehen bei Google auf Platz 1, also findet uns die KI auch.“

Das stimmt nicht. Und dafür gibt es harte Belege.

Eine Auswertung von 15.000 Suchanfragen ergab: Nur rund 12 % der Quellen, die ChatGPT, Gemini und Copilot zitieren, tauchen überhaupt in Googles Top 10 für dieselbe Anfrage auf. Die Überschneidung zwischen klassischem Ranking und KI-Empfehlung ist von etwa 70 % Anfang 2024 auf unter 20 % gefallen.

Anders gesagt: Google-Ranking und KI-Sichtbarkeit sind zwei verschiedene Disziplinen geworden. Sie überschneiden sich, aber sie sind nicht dasselbe. Wer nur auf das eine optimiert, ist im anderen oft unsichtbar, ohne es zu merken.

Das erklärt, warum manche Marktführer in ChatGPT kaum vorkommen, während kleinere, klar positionierte Anbieter regelmäßig empfohlen werden. Nicht der Größte gewinnt, sondern der Eindeutigste.

Zero-Click ist kein Marketing-Detail, sondern ein Vertriebsrisiko

Parallel zur KI-Empfehlung passiert etwas Zweites, das viele Führungskräfte unterschätzen: Die Suche endet immer öfter ganz ohne Website-Besuch.

  • Laut der Zero-Click-Studie 2025 von Similarweb enden rund 60 % aller Google-Suchen in der EU ohne einen einzigen Klick auf ein Ergebnis.
  • Wo Google eine KI-Übersicht („AI Overview“) einblendet, steigt dieser Anteil auf über 80 %.
  • Eine Pew-Research-Auswertung von 68.000 realen Suchanfragen fand: Mit KI-Zusammenfassung klickten Nutzer nur noch in 8 % der Fälle auf ein Ergebnis, ohne sie in 15 %.

Für das Geschäft bedeutet das eine stille Verschiebung mit lauten Folgen. Der Kunde informiert sich, vergleicht und trifft eine Vorauswahl. Und all das, ohne je Ihre Website zu betreten. Ihr Traffic sinkt, obwohl Ihre Sichtbarkeit steigt oder gleich bleibt. Die üblichen Marketing-Kennzahlen zeigen es Ihnen nicht rechtzeitig an.

Und die Vorauswahl ist eng. Der durchschnittliche B2B-Anbieter-Shortlist ist auf rund 2,5 Namen geschrumpft. Weitere ernüchternde Zahlen aus der Kaufforschung:

  • 81 % der B2B-Käufer haben ihre Anbieter bereits vor dem ersten Vertriebskontakt ausgewählt.
  • Käufer erledigen 70 bis 80 % ihrer Bewertung, bevor sie mit dem Vertrieb sprechen.
  • Der auf Platz 1 der Shortlist stehende Anbieter gewinnt in rund 80 % der Fälle.

Zusammengenommen ergibt das eine unbequeme Wahrheit: Wenn die KI Sie nicht auf die Liste setzt, führt Ihr Vertrieb ein Rennen, das längst gelaufen ist. Ihre besten Verkäufer arbeiten dann nur noch an den Deals, die andere ihnen übrig gelassen haben.

Was B2B-Unternehmen jetzt tun sollten

Die gute Nachricht: KI-Sichtbarkeit lässt sich beeinflussen. Nicht mit Tricks, sondern mit Substanz. Vier Prinzipien, die unabhängig von jedem Tool gelten:

1. Eindeutig positionieren statt allumfassend. Formulieren Sie in einem Satz, wofür Sie die erste Wahl sind, und für wen. Je schärfer die Kategorie, desto leichter kann eine KI Sie ihr zuordnen. Breite verwässert, Fokus verstärkt.

2. Dafür sorgen, dass Dritte über Sie sprechen, in den richtigen Kategorien. Ihre eigene Website ist nur eine Stimme. Fachmedien, Vergleichsportale, Branchenverzeichnisse, Kundenstimmen und Interviews prägen das Bild, das die KI von Ihnen zeichnet. Bauen Sie diese Erwähnungen gezielt auf.

3. Inhalte so schreiben, dass eine Maschine sie eindeutig versteht. Klare Fragen, klare Antworten, präzise Begriffe, saubere Struktur. Was ein eiliger Mensch schnell erfasst, versteht auch ein Modell zuverlässig. Vage Marketingsprache ist für beide wertlos.

4. Konsistenz herstellen, über alle Quellen hinweg. Website, Profile, Presse, Partnerseiten sollten dieselbe Positionierung in derselben Sprache tragen. Jede Wiederholung verstärkt das Signal, jeder Widerspruch schwächt es.

Diese vier Prinzipien sind kein Kampagnen-Sprint. Sie sind eine Haltung – und sie zahlen doppelt ein: Was eine KI eindeutig versteht, versteht ein menschlicher Entscheider meist auch besser.

Ausblick: Findbarkeit wird zur Führungskennzahl

Reichweite, Ranking, Leads – das waren die Steuergrößen der letzten zwei Jahrzehnte. In den nächsten Jahren tritt eine weitere daneben: Findbarkeit. Also die Frage, ob Ihr Unternehmen dort auftaucht, wo Kaufentscheidungen heute beginnen, in der Antwort einer Maschine.

Das ist keine Aufgabe fürs Marketing allein. Ob eine KI Sie empfiehlt, hängt davon ab, wie klar Ihre Marktposition ist, wie konsistent Sie kommunizieren und wie viele glaubwürdige Dritte für Sie sprechen. Das sind Führungsentscheidungen, keine SEO-Einstellungen.

Der Einkäufer vom Anfang wird auch morgen fragen: „Wer ist der beste Anbieter für X?“ Die einzige Frage, die für Sie zählt, ist, ob Ihr Name in der Antwort vorkommt.

Wer das jetzt ernst nimmt, hat einen Vorsprung. Wer wartet, bis der Traffic messbar einbricht, optimiert einen Funnel, dessen wichtigste Entscheidung längst woanders getroffen wird.

Fragen und Antworten zur KI-Sichtbarkeit für B2B-Unternehmen

Ist KI-Sichtbarkeit nicht einfach nur neues SEO? 

Nein. Klassisches SEO optimiert die Platzierung in einer Ergebnisliste. Bei der KI geht es darum, ob Sie in einer synthetisierten Empfehlung überhaupt genannt werden. Die Überschneidung beider Welten ist auf unter 20 % gefallen. Gutes Google-Ranking garantiert keine KI-Sichtbarkeit. Häufig wird der Ansatz als GEO (Generative Engine Optimization) oder AI-Search-Optimierung bezeichnet.

Wie merke ich, ob mein Unternehmen in ChatGPT & Co. sichtbar ist? 

Der einfachste Selbsttest: Stellen Sie den KI-Modellen die Kauffragen Ihrer Zielgruppe – „Wer sind die besten Anbieter für [Ihre Kategorie]?“ und prüfen Sie, ob und wie Ihr Unternehmen genannt wird. Testen Sie mehrere Modelle (ChatGPT, Perplexity, Google AI Overview), denn sie ziehen aus unterschiedlichen Quellen: Nur rund 11 % der von ChatGPT zitierten Domains werden auch von Perplexity zitiert.

Lohnt sich KI-Sichtbarkeit auch, wenn nur wenige Kunden über ChatGPT kommen? 

Ja, aus zwei Gründen. Erstens wächst die Nutzung schnell: von 60 % auf 71 % der Software-Käufer, die KI-Chatbots für die Recherche nutzen, innerhalb von rund sieben Monaten. Zweitens ist die Qualität hoch: KI-Suchtraffic konvertiert in Auswertungen mit rund 14 %, gegenüber knapp 3 % bei klassischem Google-Traffic. Wenige Besucher, aber hoch kaufbereite.

Was ist der häufigste Fehler, den B2B-Unternehmen hier machen? 

Sie verlassen sich auf ihr Google-Ranking und ihre Größe. Genau das schützt nicht. KI-Modelle empfehlen bevorzugt klar positionierte Anbieter mit konsistentem, glaubwürdigem Fußabdruck im Netz, nicht automatisch den Marktführer. Nicht der Größte gewinnt, sondern der Eindeutigste.

Wie schnell wirken Maßnahmen zur KI-Sichtbarkeit? 

Langsamer als eine Anzeigenkampagne, nachhaltiger als jede. Weil Modelle auf einem breiten, über Zeit gewachsenen Konsens vieler Quellen aufbauen, entsteht Sichtbarkeit nicht über Nacht. Dafür ist sie schwer zu kopieren. Ein Vorsprung, der bleibt, wenn er einmal aufgebaut ist.

Über den Autor: Manuel Schmöllerl ist CEO & Co-Founder der HeyFinders Search Agentur mit Sitz in Wien und unterstützt Unternehmen seit 1998 im Online-Marketing. Sein Schwerpunkt: strategische Sichtbarkeit im digitalen Raum.

Vom Konzept zur Realität: Warum Digitalisierung erst mit Umsetzung beginnt - Im Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits

Vom Konzept zur Realität: Warum Digitalisierung erst mit Umsetzung beginnt - Im Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits

News 27. April 2026

Digitalisierung wird oft geplant, diskutiert und analysiert – doch viel zu selten wird sie konsequent umgesetzt. Genau hier setzt das Interview mit Florian Kretschmer, Head of Business Development bei workingbits, an. Im Gespräch geht es nicht um die nächste Theorie oder den nächsten Buzzword-Trend, sondern um die entscheidende Frage: Warum scheitern so viele Digitalprojekte zwischen Strategiepapier und echter Umsetzung?

workingbits hat sich genau auf diese Lücke spezialisiert. Während klassische Beratungen Konzepte liefern und Agenturen diese oft nur technisch abarbeiten, verbindet das Unternehmen beides zu einem durchgängigen Ansatz. Seit über 15 Jahren entwickelt das Team Softwarelösungen, integriert Künstliche Intelligenz in bestehende Geschäftsprozesse und begleitet Unternehmen von der ersten Analyse bis zum laufenden Betrieb – vollständig inhouse, ohne Subunternehmer und ohne Brüche im Projektverlauf.

Im Interview gibt Florian Kretschmer spannende Einblicke in die Realität der digitalen Transformation: Warum eine ehrliche Analyse wichtiger ist als jedes Lastenheft, wie mittelständische Unternehmen pragmatisch und ohne Hype in das Thema KI einsteigen können und weshalb Geschwindigkeit kein Widerspruch zu Qualität sein muss. Besonders im Fokus steht dabei das Versprechen von workingbits, in nur 30 Tagen Ergebnisse zu liefern, für die andere Anbieter oft ein halbes Jahr benötigen.

Darüber hinaus beleuchtet das Gespräch, was Unternehmen heute wirklich erwarten: Transparenz statt Blackbox, direkte Kommunikation mit den Umsetzern statt Übergaben und eine technische Umsetzung auf Enterprise-Niveau – kombiniert mit der Agilität eines fokussierten Teams.

Ein Interview, das nicht nur Fragen stellt, sondern konkrete Antworten liefert – für alle, die Digitalisierung nicht länger planen, sondern endlich realisieren wollen.

Silicon Valley Europe: Herr Kretschmer, viele Unternehmen erleben eine große Lücke zwischen strategischer Beratung und tatsächlicher Umsetzung. Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass so viele Digitalprojekte genau an diesem Punkt scheitern?

Florian Kretschmer: Das Grundproblem ist eigentlich immer dasselbe: Es gibt Leute, die Konzepte schreiben, und es gibt Leute, die Code schreiben – und dazwischen sitzt oft niemand, der beides versteht. Die klassische Beratung liefert ein Strategiepapier, das auf dem Papier fantastisch aussieht. Dann wird das an eine Agentur übergeben, und plötzlich stellt sich heraus, dass die Hälfte technisch gar nicht so umsetzbar ist, wie gedacht. Oder es dauert dreimal so lang, weil wesentliche Fragen im Konzept gar nicht beantwortet wurden.

Das erleben wir wirklich regelmäßig: Ein Unternehmen kommt zu uns, hat schon 50.000 Euro oder mehr für eine Digitalstrategie ausgegeben – und hat am Ende ein PDF mit 80 Seiten, aber keinen einzigen laufenden Prozess. Das ist frustrierend für alle Beteiligten.

Bei uns ist das bewusst anders aufgebaut. Wir beraten und setzen um – mit demselben Team. Die Leute, die mit dem Kunden am Tisch sitzen und die Anforderungen aufnehmen, sind dieselben, die danach den Code schreiben. Dadurch gibt es keine Übersetzungsverluste und keine bösen Überraschungen. Und das ist auch der Grund, warum wir so schnell liefern können.

Silicon Valley Europe: Sie betonen den Ansatz „Analyse vor Umsetzung“. Wie gehen Sie konkret vor, um herauszufinden, was ein Unternehmen wirklich braucht – und nicht nur glaubt zu brauchen?

Florian Kretschmer: Das ist ein super wichtiger Punkt. Viele Unternehmen kommen zu uns und sagen: „Wir brauchen eine App“ oder „Wir brauchen KI“. Und dann fragen wir: Wofür genau? Und dann wird es oft still. Nicht weil die Leute nicht wissen, was sie wollen – sondern weil sie das Problem noch nicht sauber genug definiert haben.

Deshalb starten wir jedes Projekt mit einem ehrlichen Gespräch. Wir schauen uns die Prozesse an, die heute laufen. Wo verliert das Team Zeit? Wo passieren Fehler? Wo liegt richtig Geld auf dem Tisch? Das ist manchmal unbequem, weil man dabei auch Dinge aufdeckt, die man lieber nicht sehen wollte. Aber genau das ist der Punkt.

Wir bieten zum Beispiel eine Prozess-Entlastung in sieben Tagen an. Das heißt: Wir nehmen uns einen konkreten Prozess vor, analysieren ihn an Tag eins und haben am Ende der Woche eine funktionierende Automatisierung im Live-Betrieb. Kein Konzeptpapier, kein PowerPoint – ein laufendes Ergebnis. Und daran kann der Kunde sofort sehen, ob der Ansatz für ihn funktioniert.

Silicon Valley Europe: Künstliche Intelligenz ist aktuell eines der dominierenden Themen. Wie können mittelständische Unternehmen sinnvoll und pragmatisch in das Thema KI einsteigen, ohne sich vom Hype treiben zu lassen?

Florian Kretschmer: Unser Geschäftsführer Andreas Otto sagt immer: KI ist kein Projekt, sondern ein Werkzeug. Und wie jedes Werkzeug macht es nur dann Sinn, wenn man ein konkretes Problem damit löst. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass sie KI einführen wollen, weil es alle machen – und dann suchen sie ein Problem dafür. Das ist der falsche Weg.

Der richtige Einstieg ist: Schau dir deine Prozesse an. Wo sitzt jemand und tippt Daten von einem System ins andere ab? Wo werden E-Mails manuell sortiert, Dokumente händisch klassifiziert, Informationen aus PDFs abgetippt? Genau da setzt KI heute schon extrem wirkungsvoll an – und zwar nicht mit Science-Fiction-Technologie, sondern mit ausgereiften Lösungen.

Wir haben das bei uns selbst vorgemacht. Unser eigenes Produkt nevi.app ist ein KI-gestütztes Dokumentenmanagementsystem. Das erkennt automatisch Dokumententypen, extrahiert Absender, Beträge, Fristen – alles ohne manuelles Zutun. Der Nutzer kann sogar in natürlicher Sprache mit seinen Dokumenten chatten. Und das läuft nicht im Labor, sondern in Produktion, täglich, bei echten Kunden.

Genau diese Erfahrung bringen wir in Kundenprojekte ein. Wir wissen, was funktioniert und was heute noch nicht reif ist. Und wir sagen einem Mittelständler auch ehrlich: Dafür brauchst du keine KI, dafür reicht eine saubere Automatisierung. Das spart am Ende mehr als jede KI-Lösung, die nur halb passt.

Silicon Valley Europe: Sie versprechen, in 30 Tagen Ergebnisse zu liefern, für die andere oft sechs Monate benötigen. Wie schaffen Sie diese Geschwindigkeit, ohne dabei Kompromisse bei Qualität und Nachhaltigkeit einzugehen?

Florian Kretschmer: Das liegt vor allem an zwei Dingen: Erfahrung und Struktur. Wir machen das seit über 15 Jahren und haben in der Zeit über 200 Projekte ausgeliefert. Da kennt man die Muster. Man weiß, welche Architekturentscheidungen sich bewähren und welche einem später auf die Füße fallen.

Und dann ist da die Art, wie wir arbeiten: Kurze Wege, schnelle Entscheidungen, keine endlosen Abstimmungsrunden. Unsere Projektmanager sind nah dran am Team und am Kunden – die organisieren nicht nur, die verstehen auch, was technisch passiert. Dadurch fallen die typischen Reibungsverluste weg, die man aus größeren Strukturen kennt.

Dazu kommt, dass wir wirklich hart an einem klaren Scope arbeiten. Wir nageln am Anfang gemeinsam fest, was gebaut wird – mit Festpreis. Kein Scope-Creep, keine Endlosschleife. Der Kunde weiß vorher, was er bekommt und was es kostet. Und dann liefern wir – mit wöchentlichen Updates, damit der Kunde jederzeit sieht, wo das Projekt steht.

Geschwindigkeit heißt bei uns nicht, dass wir Dinge weglassen. Es heißt, dass wir keinen Overhead produzieren. Jeder Tag, der in unnötigen Meetings versenkt wird, ist ein Tag, an dem kein Code geschrieben wird. Bei uns gibt es diese Trennung nicht.

Silicon Valley Europe: workingbits setzt vollständig auf Inhouse-Umsetzung ohne Subunternehmer. Welche Vorteile ergeben sich daraus konkret für Ihre Kunden – und warum ist Transparenz heute so entscheidend?

Florian Kretschmer: Der größte Vorteil ist Verlässlichkeit. Wenn wir ein Projekt annehmen, dann arbeiten unsere Leute daran – von Anfang bis Go-Live. Da wird nichts an ein externes Team übergeben, das der Kunde nie kennenlernt. Und das spürt man: in der Qualität, in der Kommunikation und vor allem in der Geschwindigkeit, mit der Probleme gelöst werden.

Transparenz ist für uns nicht nur ein Wert, sondern ein ganz praktisches Prinzip. Unsere Kunden bekommen jede Woche ein Update zum Projektstand. Nicht erst nach drei Monaten ein großes Reveal, sondern regelmäßig und ehrlich. Und wenn etwas nicht passt, korrigieren wir das sofort – nicht erst im nächsten großen Abstimmungstermin.

Ich glaube, viele Geschäftsführer kennen das: Man gibt ein Budget frei, hört monatelang nichts, und dann kommt am Ende etwas raus, das nicht dem entspricht, was man sich vorgestellt hat. Genau das wollen wir verhindern. Bei uns weiß der Kunde zu jeder Zeit, wo sein Projekt steht und was als Nächstes passiert.

Silicon Valley Europe: Viele Unternehmen haben bereits schlechte Erfahrungen mit Digitalprojekten gemacht. Was machen Sie anders, damit Projekte nicht nur gestartet, sondern auch erfolgreich abgeschlossen werden?

Florian Kretschmer: Der wichtigste Unterschied ist: Wir liefern keine PowerPoints, wir liefern Code. Das klingt vielleicht banal, aber es ist der Kern. Ich kenne aus meiner Arbeit im Business Development so viele Fälle, in denen Projekte mit großen Visionen gestartet sind und dann im Sande verlaufen sind, weil zwischen Vision und Umsetzung eine riesige Lücke klafft.

Bei uns läuft das so: Am Anfang definieren wir einen klaren, überschaubaren Scope. Nicht das große Ganze, sondern den ersten konkreten Schritt. Dann bauen wir das, liefern es aus und der Kunde hat ein laufendes System. Erst dann entscheiden wir gemeinsam, was als Nächstes kommt. Das reduziert das Risiko enorm – für beide Seiten.

Und dann ist da noch das Thema After-Go-Live. Wir lassen niemanden alleine. Nach dem Go-Live gibt es Support, Einweisung, Dokumentation. Das System läuft stabil, und der Kunde braucht uns danach nur noch, wenn er will – nicht weil er muss.

Silicon Valley Europe: workingbits verbindet technische Exzellenz mit unternehmerischer Praxis durch eigene SaaS-Produkte. Wie fließen diese Erfahrungen konkret in Kundenprojekte ein?

Florian Kretschmer: Das ist tatsächlich einer unserer größten Vorteile. Wir entwickeln nicht nur Software für Kunden – wir betreiben auch eigene Produkte am Markt. Mit nevi.app haben wir ein KI-gestütztes System gebaut, das Dokumente automatisch erkennt, sortiert und durchsuchbar macht. Und mit tellie.io betreiben wir ein CRM speziell für den Mittelstand. Beides sind Produkte mit echten Nutzern, die wir täglich weiterentwickeln.

Was heißt das für unsere Kunden? Ganz einfach: Wir wissen, was passiert, nachdem eine Software live geht. Wie sie sich verhält, wenn plötzlich hunderte statt zehn Nutzer damit arbeiten. Was passiert, wenn sich Anforderungen ändern. Was man tun muss, damit das System auch nach zwei Jahren noch sauber läuft. Das ist Wissen, das man als reine Agentur schlicht nicht hat – weil man es nie selbst erleben musste.

Gerade beim Thema KI macht das einen riesigen Unterschied. Wir setzen bei nevi.app Künstliche Intelligenz ein, um Dokumente zu lesen, zu verstehen und automatisch die richtigen Informationen rauszuziehen. Und das nicht als Laborexperiment, sondern im echten Tagesgeschäft. Wir wissen also aus eigener Erfahrung, wie man KI so einbaut, dass sie zuverlässig funktioniert – und nicht nur in der Präsentation beeindruckt. Genau das bringen wir in jedes Kundenprojekt ein, in dem KI eine Rolle spielt.

Silicon Valley Europe: Der Ansatz von workingbits kombiniert Enterprise-Architektur mit der Geschwindigkeit eines fokussierten Teams. Wie gelingt dieser Spagat in der Praxis?

Florian Kretschmer: Indem wir Technik auf hohem Niveau liefern, ohne uns in bürokratischen Prozessen zu verlieren. Wir bauen Software, die sicher, skalierbar und DSGVO-konform ist – auf dem Niveau, das man sonst von großen Plattformen kennt. Aber ohne den ganzen Apparat drumherum. Keine wöchentlichen Lenkungsausschüsse, keine Änderungsanträge in dreifacher Ausfertigung, keine starren Prozesse.

Unser Team ist bewusst schlank und fokussiert. Unsere Entwickler können ein Feature komplett durchziehen – von der Benutzeroberfläche bis zur Datenbank. Das heißt, es müssen nicht drei verschiedene Abteilungen koordiniert werden, nur damit ein Button an der richtigen Stelle funktioniert. Das spart enorm viel Zeit und verhindert Missverständnisse.

Und was viele vergessen: Professionelle Qualität heißt nicht automatisch monatelange Umsetzung. Man kann robuste, zukunftsfähige Systeme bauen und trotzdem in 30 Tagen live gehen – wenn man die richtigen technischen Entscheidungen trifft und sich nicht in überflüssiger Komplexität verliert.

Silicon Valley Europe: Wenn ein Unternehmen heute vor der Entscheidung steht, ein Digitalprojekt zu starten – was sind aus Ihrer Sicht die drei größten Fehler, die unbedingt vermieden werden sollten?

Florian Kretschmer: Erstens: Zu groß denken beim ersten Schritt. Ich sehe das in meinen Gesprächen mit Unternehmen ständig – man will direkt die komplette Plattform mit allen Features. Dann wird das Projekt riesig, teuer, und nach sechs Monaten hat man immer noch nichts Laufendes. Mein Rat: Fangt klein an. Baut den ersten Prozess, die erste Funktion. Bringt das live. Und dann iteriert.

Zweitens: Konzept und Umsetzung trennen. Wer sich erst für 50.000 Euro beraten lässt und dann mit dem Ergebnis zur Agentur geht, hat am Ende fast garantiert einen Bruch im Projekt. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn die Leute, die beraten, auch die sind, die umsetzen.

Und drittens: Den Faktor Mensch unterschätzen. Am Ende muss jemand mit dem System arbeiten. Wenn die Mitarbeiter nicht mitgenommen werden, wenn die Lösung an der Realität im Unternehmen vorbeigeht, dann kann die Technologie noch so gut sein – sie wird scheitern. Deshalb ist für uns der direkte Kontakt mit den Anwendern genauso wichtig wie die Architektur.

Silicon Valley Europe: Zum Abschluss: Wie wird sich die Rolle von Digitalisierungspartnern in den nächsten Jahren verändern – und worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl besonders achten?

Florian Kretschmer: Ich glaube, die klassische Agentur, die einfach nur Aufträge abarbeitet, wird es in ein paar Jahren so nicht mehr geben. Die Anforderungen sind zu komplex geworden – gerade durch KI. Unternehmen brauchen Partner, die nicht nur technisch stark sind, sondern die auch verstehen, wie man KI sinnvoll in Geschäftsprozesse integriert. Und die das nachweislich können – nicht nur im Pitch, sondern in der Realität.

Worauf sollte man achten? Drei Dinge: Erstens, hat der Partner eigene Produkte? Wer selbst Software betreibt, versteht die Herausforderungen auf einer ganz anderen Ebene als jemand, der nur Kundenaufträge macht. Zweitens, wie arbeitet das Team? Spricht man direkt mit den Entwicklern oder mit einem Projektmanager, der alles weiterreicht? Und drittens: Kann der Partner schnell ein greifbares Ergebnis liefern? Nicht ein Konzept, sondern etwas, das läuft.

Wer auf diese Dinge achtet, spart sich nicht nur Geld und Zeit, sondern vor allem Frustration. Und das ist am Ende vielleicht das Wertvollste.

Silicon Valley Europe: Vielen lieben Dank für diese wirklich substanziellen und spannenden Antworten rund um die Entwicklung der Digitalisierung in den kommenden Jahren.

Florian Kretschmer: Sehr gerne. Und wenn jemand nach dem Lesen direkt loslegen will – einfach melden. Wir sind nur ein Gespräch entfernt.

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