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Sichere und innovative Netzwerk-Technologie als Rückgrat für die Digitalisierung in Städten und Gemeinden

Im Interview mit Mirco El-Nomany, Geschäftsführer der M&L Systems GmbH. 

Zukunftsweisende und vor allen Dingen zukunftssichere IT und Digitalisierungsprojekte beruhen auf sicheren Netzwerken. Ohne die entsprechende Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit und vor allen Dingen Sicherheit können die MitarbeiterInnen nicht uneingeschränkt und langfristig kostenoptimiert ihre Arbeit durchführen. Die Grundlage für eine optimale Anwendungsperformance bilden heute Managed Networks oder auch Smarte Netzwerke mit SD-WAN.
Welche Vorteile es hat, entsprechende Firmennetzwerke von Anfang an sicher zu konfigurieren oder auch mittel- bis langfristig durch neue Netzwerktechnologien zu ersetzen, erfahren wir heute im Gespräch mit Mirco El-Nomany, Geschäftsführer der M&L Systems GmbH, die sich seit Jahren auf die hohe Verfügbarkeit von Netzwerken in Organisationen jeglicher Art konzentriert.

DIGITAL FUTUREmag: Herr El-Nomany, das Thema “Neue oder Moderne Arbeitswelt” ist in aller Munde. Home Office ist genauso gefordert, wie die Nutzung unterschiedlicher Arbeitsplätze innerhalb einer Organisation. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen im Hinblick auf eine sichere Netzwerk-Infrastruktur?

Mirco El-Nomany: Im Zuge der von Covid-19 beschleunigten Digitalisierung und der Akzeptanz des Home Offices verschwinden die alten Grenzen im Netzwerk. In der alten Welt haben wir noch vornehmlich innerhalb des Unternehmensnetzwerkes gearbeitet. Heute verbinden sich User mit Apps aus der Cloud und arbeiten überwiegend außerhalb dieses Netzwerkes. Diese neue Art der Konnektivität postuliert eine Weiterentwicklung der bestehenden Security-Praktiken und auch der Ausfallsicherheit. Die größten Herausforderungen liegen also darin, Apps aus der Cloud, die User außerhalb des eigenen Netzwerkes nutzen, abzusichern, Verfügbarkeit in optimaler Qualität sicherzustellen, Orchestrierung sowie das Umsetzen von Zero Trust Konzepten. Eine Schlüssel-Technologie bei der Umsetzung dieser Anforderung sind intelligente Software-Defined WANs. Sie bündeln Routing-Funktionen, WAN-Optimierung, Netzwerksegmentierung und Sicherheitsfunktionen, wie Secure Access Service Edge, kurz SASE, auf einer Plattform.

DIGITAL FUTUREmag: Welche Bedeutung haben die von Ihnen erwähnten agilen Firmennetzwerke in Bezug auf die Durchführung langfristiger Digitalisierungsprojekte?

Mirco El-Nomany: Es gilt, den aktuellen Elan des Aufbruchs in langfristige Begeisterung umzuwandeln. Viele Unternehmen sind bei aktuellen Digitalisierungsprojekten nur ZuschauerInnen oder die nötigen Konzepte fehlen. Daher gilt es umso mehr, in die Transformation zu investieren. Ein agiles Firmennetzwerk bildet für die zukünftige Ausrichtung das Rückgrat und passt sich den äußeren Gegebenheiten und Innovations-Themen an. Wer hätte vor ein paar Jahren daran gedacht, dass viele deutsche Unternehmen, Städte und Gemeinden Dienstleistungen aus der Cloud in Anspruch nehmen und nun dafür sorgen müssen, dass diese Cloud-Dienste, wie Office 365 oder Microsoft Teams auch immer erreichbar und performant nutzbar sind. Ein agiles Firmennetzwerk kann mithilfe von SD-WAN Technologie schnell auf Veränderungen reagieren und Standortvernetzung, Cloud Computing, mobiles Arbeiten, webgestützte Applikationen und das Internet der Dinge (IoT) integrieren. Das Ziel ist also, die Möglichkeit zu schaffen, diese neue Anforderung in das Netzwerk von heute für morgen möglichst einfach und maximal sicher bereitzustellen.

DIGITAL FUTUREmag: Wie wirkt sich SD-WAN auf die Anwendungsperformance in den Unternehmen oder Organisationen aus?

Mirco El-Nomany: SD-WAN schafft eine Transparenz über die genutzten Anwendungen und deren Performance im Hinblick auf Erreichbarkeit, Latenz oder Paketverlust. Gerade letzteres kann bei VOIP-Telefonie oder Video-Meetings zu unangenehmen Unterbrechungen führen und damit die Geschäftsprozesse ziemlich belasten. Durch die gewonnene Transparenz lässt sich ein anwendungsbasiertes Routing durchführen. Das bedeutet Steuerung und Priorisierung des Datenflusses wichtiger Applikationen, um Usern ein exzellentes Nutzererlebnis zu bieten - ohne Unterbrechung.

DIGITAL FUTUREmag: Schon seit Jahren erleben wir einen stetigen Anstieg der Angriffe auf Netzwerke von Städten und Gemeinden. Wie stellen Sie eine sichere Nutzung der Anwendungen über Ihre Technik sicher?

Mirco El-Nomany: Zunächst müssen sich Städte und Gemeinden der Bedeutung solcher Maßnahmen gegen Angriffe aus dem Internet bewusst werden. Die digitale Infrastruktur muss regelmäßig überprüft und auf dem neuesten Stand gehalten werden. Eine Hilfestellung, um von der heutigen Komplexität nicht überrannt zu werden, sind dabei Managed Network & Security Services. Diese Services bieten den KundInnen je nach IT-Anforderungen an, die gesamte LAN-, WLAN, WAN- und Netztopologie zu überwachen und zu steuern.
Damit werden die wichtigsten Parameter des Netzwerkes in einem NOC (Network Operations Center) ständig überwacht und so sichergestellt, dass Angriffe frühzeitig erkannt und abgewehrt werden können. Das Modell „Never change a running system“ gilt schon lange nicht mehr. Um sich vor Angriffen zu schützen, müssen Städte und Gemeinden ihre Security-Architektur weiterentwickeln und Veränderungen zulassen.

DIGITAL FUTUREmag: Die Kosten sind für die stark belasteten Städte und Gemeinden, aber auch für Unternehmen, ein wichtiger Aspekt. Können Sie uns anhand eines Beispiels zeigen, wie sich die Kosten mit Einführung und Aufbau einer modernen Netzwerk-Infrastruktur entwickelt haben?

Mirco El-Nomany: In Bezug auf SD-WAN wird gerne auf die Kosteneinsparung bei der Internetkonnektivität hingewiesen, wenn teure MPLS- oder DSL-Leitungen abgelöst werden. Hier muss man das große Ganze im Blick haben. Das Ziel besteht nicht darin, bestimmte Leitungstypen abzuschaffen, weil eine andere billiger ist, sondern frei über die Konnektivität wählen zu können. So kann ein Standort durchaus aufgrund der Anforderungen eine MPLS-Leitung mit festen SLAs vom Provider haben, aber am zweiten Standort wird die Konnektivität über eine Leitungsbündelung von DSL und LTE erreicht. Mit SD-WAN erhöht sich die Effizienz, indem es die verfügbare Bandbreite optimal ausnutzt, mehrere Leitungstypen bündeln kann und spürt, wann es sinnvoll ist, einen bestimmten verbundenen Service zu nutzen oder diese über Leitung X zu lenken. Die Kosteneinsparungen können damit sehr vielfältig sein. Die interne IT profitiert durch einen höheren Grad von Automatisierung und durch die zentralisierte Orchestrierung können Konfigurationen des Netzes in allen Standorten aus einer Plattform heraus gesteuert werden.
Auch ein Zero-Touch Provisioning (ZTP) hilft dabei. Damit werden alle Konfigurationen und Richtlinien einmal einprogrammiert und automatisch an alle Niederlassungen übertragen. Das spart Zeit und senkt die Fehlerquote. Aus diesem Grund versetzen moderne Netzwerktechnologien, wie SD-WAN, Unternehmen in die Lage, ihre Digitalisierungsvorhaben voranzutreiben und gleichzeitig die wechselnden geschäftlichen Anforderungen an IT-Sicherheit, Verfügbarkeit, Kosten und Anwendungen zu erfüllen.

DIGITAL FUTUREmag: Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr und zeigt, dass sich Investitionen in eine sichere IT-Infrastruktur langfristig auszahlen. Vielen Dank.

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